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Der Geschichte verpflichtet



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Der Geschichte verpflichtet


S.K.H. Prinz Michael von Preußen trägt einen großen Namen – und erzählt von seinen Vorfahren

S.K.H. Prinz Michael von Preußen gewährt in seinem neuen Buch „Zu Gast bei Preußens Königen“ einen intimen persönlichen Einblick in das Leben bei Hofe. Silke Osman nahm das Erscheinen des Buches zum Anlass, Prinz Michael von Preußen einige Fragen zu stellen.

PAZ: Im Luisen-Jahr erlebt Preußen eine Renaissance. Als Urenkel Kaiser Wilhelms II. tragen Sie Preußen in Ihrem Namen. Inwieweit bestimmt Preußen auch heute Ihren Alltag?
Prinz Michael von Preußen: Die Preußen-Renaissance setzte bereits mit dem Mauerfall 1989 ein. Auch wir, meine Frau und die beiden Töchter, nutzten die erstbeste Gelegenheit, endlich ohne Behinderung Potsdam besuchen zu können. Tausende von Mitmenschen hatten denselben Wunsch. Alle wollten die Wirkungsstätten Preußens wiedersehen oder neu entdecken. Mit jedem bedeutenden Preußendatum setzte übrigens eine neue Welle des Interesses an unserem vormals regierenden Kaiser- und Königshaus ein. Nach 1989 war es 2001 – 300 Jahre Preußen und Krönung des ersten Königs in Preußen Friedrich I. Jetzt natürlich das Königin-Luise-Jahr, das große Begeisterung besonders der Berliner Bevölkerung hervorruft. Somit hat jedes Ereignis in Preußens Geschichte seine eigene Wirkung. Das nächste große Datum wird das Jahr 2012 sein, das 300. Todesjahr unseres bedeutenden Vorfahren Friedrich II., des Alten Fritz.

PAZ: Wo sehen Sie die Chance, jungen Menschen Preußen nahezubringen?


Prinz Michael von Preußen: Als Träger dieses großen Namens fühlen wir, meine Geschwister und ich, uns verpflichtet, Geschichte weiterzutragen. Als letzte Zeitzeugen stehen wir mitten im Geschehen, Geschichte etwas lebendiger darzustellen, ohne dabei mit dem berüchtigten Säbel zu rasseln. Durch persönliche Präsenz, Vorträge sowie die Verbreitung von schriftlichen Werken und Artikeln können wir einen Beitrag leisten, um am steigenden Interesse vor allem bei den jüngeren Menschen am Thema Preußen mitzuwirken. Erfreulicherweise wird ein Nachholbedürfnis dieses Teiles deutscher Geschichte an den Schulen durchaus sichtbar.

PAZ: Sie haben Ihre Kindheit in Cadinen bei Elbing verbracht. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?
Prinz Michael von Preußen: Kurz nach meiner Geburt im März 1940 zog es die Familie, meine Eltern, mein älterer Bruder Friedrich Wilhelm und ich, von Berlin nach Cadinen. Hier kamen 1942 und 1943 meine beiden Schwestern Kira und Marie Cécile zur Welt. Die unbeschwerte Kindheit dort dauerte bis zum Sommer 1944. Mein zweiter Bruder Lulu wurde schon auf der Flucht in Golzow geboren. Trotz der kurzen Zeit in Cadinen kann ich mich an einige Ereignisse noch genau erinnern. Mein Bruder und ich, damals vier und drei Jahre alt, gingen eines Tages auf Entdeckungsreise. Unser Verschwinden hatte nach einiger Zeit eine dörfliche Großfahndungsaktion ausgelöst. Schließlich wurden wir in der Dorfkirche entdeckt, wo wir es uns auf dem Thron des Kaisers gemütlich gemacht hatten. Im Triumphzug wurden wir Ausreißer mit Freude und großer Erleichterung durch das Dorf geleitet und wohlbehalten bei unseren Eltern abgeliefert. Ein anderes Erlebnis war allerdings wesentlich ernster. Meine Schwester Marie Cécile feierte ihren zweiten Geburtstag. Wir spielten in der Nähe des Gartenteichs. Plötzlich entdeckte meine Schwester ihr Spiegelbild auf der Wasseroberfläche. Neugierig beugte sie sich weiter vor, um sich noch näher zu sehen. Dabei verlor sie das Gleichgewicht und landete im Wasser. Ich fing laut an zu schreien, mein Bruder fiel vor Schreck ins Gras. Glücklicherweise standen zwei Gärtner am Teich, die Algen entfernten. Gekonnt ergriff der eine meine Schwester am Kleidchen und sie war wieder an Land. Außer einem gehörigen Schrecken blieb nur die Erinnerung an einen „feuchten“ Geburtstag. Auch an Besuche meines geliebten Großvaters, des Kronprinzen, erinnere ich mich gerne. Die wenigen Jahre in unserer Heimat werden unvergessen bleiben.

PAZ: Mit Ihrem Buch „Zu Gast bei Preußens Königen“ haben Sie ein anschauliches, nicht unkritisches Bild der preußischen Hohenzollern gezeichnet. Was hat Sie an diesem Thema besonders gereizt?
Prinz Michael von Preußen: Da ich 2008 bereits das Buch „Auf den Spuren deutscher Monarchien“ herausgegeben habe, kamen mein Verleger Werner Schulte vom Lingen Verlag und ich auf die Idee, das Thema Preußen von einer ganz anderen Seite zu beleuchten. Während das erste Buch eine eher sachliche Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Länder, vor allem während der wilhelminischen Zeit, ist, sollte das neue Buch einen persönlichen, heiteren und unterhaltsamen Eindruck vom Leben „bei Hofe“ gewähren. Ein wenig Kritik durfte in der Betrachtungsweise nicht fehlen.

PAZ: Bestehen Pläne für weitere Publikationen?
Prinz Michael von Preußen: Mit Sicherheit werde ich mit Werner Schulte das Jahr 2012, das Fried-rich-der-Große-Jahr, gebührend literarisch bedenken. Die Staufer und Wilhelm I. sind auch im Gespräch.


S.K.H. Prinz Michael von Preußen gewährt in seinem neuen Buch „Zu Gast bei Preußens Königen“
„Zu Gast bei Preußens Königen“

S.K.H. Prinz Michael von Preußen präsentierte sein neues Buch im Preußen-Museum in Wesel


Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Gäste nicht nur die Gelegenheit,

die exklusive „Cuvée Prinz Michael von Preußen“ zu probieren,

sondern konnten sich auch Ihre Bücher vom Prinzen signieren lassen.
Der Prinz und seine drei Herzdamen:

S.I.K.K.H.H. Natalie, Brigitta, Michael und Micaela von Preußen (von links nach rechts)



http://www.preussen.de/de/heute/aktuell/archiv/ausstellungseroeffnung_auf_der_burg_hohenzollern.html

Eröffnung der Fotoausstellung über das Leben von Prinz Louis Ferdinand von Preussen auf der Burg Hohenzollern - 2006

Die Fotoausstellung "Prinz Louis Ferdinand von Preussen - Lebensbilder eines Potsdamers" wurde im vergangenen Herbst mit großem Erfolg im Marmorpalais zu Potsdam gezeigt. Die Bilder hatte Prinz Georg Friedrich von Preussen anlässlich des 10. Todestages seines Großvaters persönlich zusammen gestellt. Ermutigt durch die durchwegs positive Resonanz, beschloss der Chef des Hauses Hohenzollern eine Auswahl der Bilder auch den Besuchern der Burg Hohenzollern zu zeigen.


SKH Georg Friedrich Prinz von Preussen (links) und sein Onkel, SKH Michael Prinz von Preussen, vor einer Aufnahme der Feier zum 80. Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. in Doorn

Zur Ausstellungseröffnung am 15.03.2005 erschienen zahlreiche Gäste auf der Burg Hohenzollern, zu denen neben SKH Prinz Michael von Preussen, dem zweitältesten Sohn von Prinz Louis Ferdinand, auch der Landrat des Zollernalbkreises, Herr Willi Fischer, und der Bürgermeister der Gemeinde Bisingen, Herr Joachim Krüger, zählten. In seiner sehr persönlichen Ansprache gab Prinz Georg Friedrich viele Einblicke in das Leben seines Großvaters. Im Anschluss daran freuten sich Prinz Georg Friedrich und Prinz Michael, den Gästen die Geschichten zu den einzelnen Bildern zu erzählen.


Trauer um Fürstin Irene zu Castell-Rüdenhausen
Trauer um Irmgard Bucerius (1907 - 2006)
Benefizkonzert auf Schloss Charlottenburg
Tag des offenen Denkmals auf der Burg Hohenzollern
61. Wohltätigkeitskonzert der Prinzessin Kira von Preussen-Stiftung
Ausstellungseröffnung in der ältesten Kirche Berlins
Palästinensisch-israelisches Jugendtreffen auf der Burg Hohenzollern
Kaiserliche Kaffeetafel
Trauer um Prinz Friedrich Karl von Preussen (1919-2006)
Hochzeit von Patrick Lithander
Usedomer Musikfestival wird schwedisch - und preussisch
Ausstellung Königliche Visionen
Trauerfeier für Georg Wilhelm Prinz von Hannover
Prinz Wilhelm-Karl besucht Gedenkfeier in Geltow
Streik bei Preussischen Schlössern und Gärten
Deutsche Stiftung Denkmalschutz erkundet Luisenstadt in Berlin
120 Jahre Grundsteinlegung der Kirche zu Golm
Preussisch-Bismarcksche Hochzeit in Berlin
Kommandoübergabe in Sigmaringen
Bayern und Preussen
Übergabe der Wilhelminismus-Bibliothek in Wilhelmshaven
Potsdam bekennt Farbe
Ministerpräsident Matthias Platzeck auf Preussen.de
Denkmal für General von Steuben in Potsdam eingeweiht
200. Todestag von Prinz Louis Ferdinand (1772-1806)
Besuch auf der Fregatte ''Bremen''
Harry Potter Open Air im Burghof
Trauer um Marie Therese Hug Prinzessin von Preussen
Grundsteinlegung der Garnisonkirche
Preussischer Silberbecher kehrt aus den USA zurück
Besuch der Villa Eugenia in Hechingen
Eröffnung der Persius-Ausstellung
Eröffnung der Kasematten auf der Burg Hohenzollern
100 Jahre Christus-Kirche in London
Eröffnung des Dommuseums in Berlin
Ausstellungseröffnung auf der Burg Hohenzollern
Letzter Enkel Kaiser Wilhelms II. gestorben
Burgkonzert 2003
'Bayerisch-Preussisches Gipfeltreffen' in Potsdam
Fotoausstellung über Prinz Louis Ferdinand verlängert
Bundeswehr zu Gast auf der Burg Hohenzollern
Gedenken an Kurt Freiherr von Plettenberg
Preussen.de im Test der Zeitschrift Computer-Bild
Eröffnung der Ausstellung 'Sehnsucht nach Bayern...'
Kaiser Wilhelm II. und die bildenden Künste
Ausstellung über Prinz Louis Ferdinand auf der Burg Hohenzollern
Pachtübergabe auf der Prinzeninsel Plön
60. Wohltätigkeitskonzert der Prinzessin Kira von Preussen-Stiftung
Geheimgang auf Burg Hohenzollern
Tagung zu Friedrich Wilhelm IV. in Rastede
Buchvorstellung ''Legendäre Lange Kerls''
Friedrich Wilhelm Prinz von Preussen heiratet in Berlin
Oktoberfesteröffnung in Berlin
Haus Hohenzollern zeigt erstmalig Aquarellsammlung
Preussisch-peruanisches Familientreffen in Potsdam
Saisoneröffnung in Hohenzieritz
Gedenkfeier für Prinz Louis Ferdinand im Berliner Dom
1000 Jahre Liebfrauenkirche zu Halberstadt
Der neue Preussenadler
Symposium im Palais Rastede: Kaiser Wilhelm II.
Prinzessin Marie Antoinette von Preussen gestorben
50. Todestag der Prinzessin Irene von Preussen
Eröffnung der Ausstellung Cecilie - Deutschlands letzte Kronprinzessin
Preussisches Diadem bei der spanischen Hochzeit
59. Wohltätigkeitskonzert der Prinzessin Kira Stiftung
Fotoausstellung im Marmorpalais
Ministerpräsident Platzeck besucht Burg Hohenzollern
300 Jahre Ritterakademie zu Brandenburg
Kaiser-Friedrich-Kirche zu Golm wird restauriert
Gedenkfeier für Prinz Louis Ferdinand von Preussen in Saalfeld
Versuchter Kunstraub in Schloss Charlottenburg
Buchpräsentation im Schloss Charlottenburg
Decke im Sterbezimmer der Königin Luise rekonstruiert
Hohenzollernabend in der Landesvertretung Baden-Württemberg
Eröffnung der Ausstellung 'Land und Leute'
Hohenzollern-Museum in Franken eröffnet
50. Todestag der Kronprinzessin Cecilie
Renovierung der königlichen Wohnung auf der Burg Hohenzollern abgeschlossen
Ausstellung 'Preussisch Grün' in Schloss Glienicke eröffnet
Prominenter Besuch aus Bayern in der Ausstellung zur Kronprinzessin Cecilie
125 Jahre 'Kaisereiche' im Berliner Stadtteil Friedenau
Deutsche Stiftung Denkmalschutz gründet Berliner Kuratorium
Dreikönigstag in Neubrandenburg
Potsdamer Kaiserbahnhof wiedereröffnet
Besuch beim Annedore-Leber-Berufsbildungswerk
Onlinegang des Preussenportals
Aktuell

Gedenkgottesdienst zum 200. Todestag der Königin Luise

Luise. Leben und Mythos der Königin

Schloss Schönhausen neu eröffnet

Trauer um IKH Magdalene Prinzessin Hubertus von Preussen

Flöte Friedrichs des Großen beim Usedomer Musikfestival

Schloss Drottningholm zu Gast auf der Burg Hohenzollern

General William E. Ward besucht die Burg Hohenzollern

Musical 'Up and Down the Mountain' auf der Burg Hohenzollern

Trauer um IKH Prinzessin Felicitas von Preussen (1934 - 2009)

Festveranstaltung der Jerusalem Foundation in Potsdam

Tag der offenen Tür in der Kira-Stiftung

Ausverkauftes Open Air Kino auf der Burg Hohenzollern

Burg Hohenzollern wird zum Dornröschen-Schloss

Hundertster Geburtstag von Prinzessin Kira von Preussen (1909-1967)

KPM und Haus Hohenzollern starten gemeinsames Ausstellungsprojekt

Porzellan-Stock Friedrichs des Großen restauriert

Trauer um Prinzessin Luise von Preussen (1917-2009)

Die KPM kreiert Frühstücks-Service für Prinz von Preussen

Frau Dr. Anja Hoppe wird Leiterin des Betriebs Burg Hohenzollern

Historisches Grenzschild auf der Burg Hohenzollern

150. Geburtstag Kaiser Wilhelms II. in Doorn

Preussische Kroninsignien in Schloss Oranienburg

Romantischer Weihnachtsmarkt auf der Burg Hohenzollern

150. Geburtstag der Kaiserin Auguste Victoria (1858 - 1921)

Kutsche aus dem Buckingham Palace auf der Burg Hohenzollern

Präsentation des Buches 'Der Kaiser und ich' in Berlin

'Berlin Calling' auf der Burg Hohenzollern

63. Wohltätigkeitskonzert der Prinzessin Kira von Preussen-Stiftung

Ausstellung 'Kaiserliche Geschenke' in Potsdam eröffnet

Fest der deutsch-amerikanischen Freundschaft

Schirmherrschaft über das Bikur Cholim Hospital in Jerusalem

Ausstellung 'Der Kaiser und Europa' in Doorn eröffnet

Shop der Burg Hohenzollern jetzt auch in Berlin vertreten

Eröffnung der Ausstellung 'Kaiserliche Geschenke' auf der Burg Hohenzollern

Ausstellung über Preussisch-Russische Beziehungen in Berlin eröffnet

150 Jahre evangelische Johanneskirche in Hechingen

Siegfried Fürst zu Castell-Rüdenhausen (1916-2007)

100. Geburtstag von SKKH Dr. Louis Ferdinand Prinz von Preussen (1907-1994)

Zaubernacht auf Burg Hohenzollern

Wohltätigkeitskonzert im Gedenken an Prinz Louis Ferdinand

Neue Leihgabe für Schatzkammer der Burg Hohenzollern

Ausstellung über Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara

`Die Prinzen` zu Gast auf der Burg Hohenzollern

Landesgartenschau 2009 in Oranienburg

Archiv:






Burg Hohenzollern






Prinzeninsel Plön






Schloss Sigmaringen






Stiftung Schlösser & Gärten






Preussischer Kulturbesitz






Preussische Kirchen






Haus Doorn






Forum Preussen






Kunstsammlung






Veranstaltungskalender





















Geschichte:
Dieser Bereich bietet Ihnen umfangreiche Informationen zur Geschichte der Hohenzollern, ihren Zeitgenossen, sowie zu den Orten und Bauwerken, die untrennbar mit der Geschichte Preussens verbunden sind.

Galerie der Könige


Die Galerie der brandenburgisch-preussischen Herrscher und deren Gemahlinnen
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Preussenkalender


Die wichtigsten preussischen Ereignisse der vergangenen fünf Jahrhunderte im Überblick. Recherchieren Sie selbst nach Tag und Monat.
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Preussenlexikon


Von "Burg Hohenzollern" bis "Zollverein" - die wichtigsten Begriffe alphabetisch sortiert und von Experten erklärt.
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Das Preussenlexikon
Im Preussenlexikon können Sie sich über Preussen-spezifische Begriffe und Ausdrücke informieren. So erfahren Sie, was mit der Streusandbüchse und dem Tabakskollegium gemeint ist, wer die Weisse Frau oder die Langen Kerls waren und nicht zuletzt, welche Rolle der Edikt von Potsdam und die Gründerzeit auf die Geschichte dieses faszinierenden Staates hatten.
Burg Hohenzollern
Calvinismus
Deutscher Zollverein
Drei-Kaiser-Jahr
Dreiklassenwahlrecht
Edikt von Potsdam
Fürstenabfindung
Gründerzeit
Heiliges Römisches Reich
Hohenzollern
Königlich Preussische Porzellan-Manufaktur
Konstitutionelle Monarchie
Lange Kerls
Neuenburg / Neuchâtel
Novemberrevolution 1918
Orden
Peuplierung
Reichsgründung
Streusandbüchse
Tabakskollegium
Vermögensauseinandersetzung
Weisse Frau
Zollverein

Die Burg Hohenzollern


Der in Südwestdeutschland gelegene Stammsitz des Hauses Hohenzollern gehört zu den imposantesten und meistbesuchten Burganlagen Europas. Die majestätisch auf einem der Schwäbischen Alb vorgelagerten Bergkegel thronende Burg stellt in ihrer heutigen Erscheinung bereits die dritte Anlage an diesem Ort dar. Vermutlich befand sich hier schon im 11. Jahrhundert das 1267 urkundlich erwähnte „Castro Czolre“, über dessen Aussehen jedoch wenig bekannt ist.

Im Jahre 1423 wurde die Burg infolge interner Streitigkeiten und anhaltender Konflikte mit benachbarten Reichsstädten völlig zerstört. Die ab 1454 wiederaufgebaute, durch drei Wehrtürme geschützte Anlage und hufeisenförmigem Grundriss diente in Folge der allmählichen Residenzverlegung nach Hechingen bald nur noch als Rückzugsort in Kriegszeiten. Nach dem zu Beginn des 17. Jahrhunderts erfolgten Ausbau zur Festung und einer erneuten Belagerung im 30-jährigen Krieg sollte sich Österreich bis in das späte 18. Jahrhundert hinein das Besatzungsrecht auf der Burg sichern, die jedoch schon bald zu verfallen begann.

Nach einem Besuch des damaligen preussischen Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelms IV. im Sommer 1819 wurde die Wiederherstellung des inzwischen ruinösen Stammsitzes beschlossen, die nach zögerlichen Anfängen schließlich in den Jahren 1850 bis 1867 gemeinsam mit den Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und –Sigmaringen ausgeführt wurde. Die Entwürfe der im Stil der Neugotik gehaltenen Anlage gehen auf den Architekten Friedrich August Stüler zurück; dem der Altertumsforscher Rudolph v. Stillfried-Rattonitz zur Seite stand. Die eindrucksvollen Auffahrtsanlagen entwarf der preussische Ingenieur-Offizier Moritz v. Prittwitz. Diese dritte Burg war jedoch weniger als Wohnsitz, sondern vielmehr als ein nationaldynastisches Denkmal konzipiert, das den Ursprung und Aufstieg des Hauses Hohenzollern architektonisch verkörpern sollte.

Die bis heute im Besitz beider Linien des Hauses Hohenzollern befindliche Stammburg wurde nach 1951 durch Prinz Louis Ferdinand von Preussen um zahlreiche Kunstgegenstände zur preussischen Geschichte bereichert. Im prachtvollen Grafensaal finden alljährlich Konzerte zu Gunsten der Prinzessin Kira von Preussen-Stiftung sowie Feste und Familienfeiern statt. Mit ihrem vielseitigen Veranstaltungsprogramm stellt die Burg Hohenzollern zugleich ein zu jeder Jahreszeit lohnendes Ausflugsziel dar.


Ulrich Feldhahn
Der Zollverein
Als nach 1814 die von Napoleon gegen England errichtete Kontinentalsperre aufgehoben wurde, strömten in goßer Zahl englische Waren, insbesondere Textilien, nach Deutschland. Die neuen Staaten versuchten, sich dem entstehenden Wettbewerbsdruck durch die Erhebung von Importzöllen zu entziehen. Die Konsequenzen dieser Politik waren noch nachteiliger als die der Kontinetalsperre. Denn statt im wesentlichen einer wurden nunmehr viele Zollmauern errichtet. Der deutsche Wirtschaftsraum war nach dem Wiener Kongress in 38 Zollsysteme aufgegliedert, was den Binnenhandel wesentlich beeinträchtigte.

Der Wirtschaftswissenschaftler Friedrich List erkannte die nachteilige Wirkung der Zollzersplitterung. Er verfasste 1819 eine Bittschrift an den Bundestag in Frankfurt, alle deutschen Staaten in einem einheitlichen Zollgebiet zu vereinigen. Doch vergeblich. Er wurde als Demagoge verdächtigt und zu Festungshaft auf dem württembergischen Asperg verurteilt. Später wanderte er nach Amerika aus.

Doch seine Idee ging nicht unter. Sie wurde von Preussen aufgegriffen, das infolge seiner eigenen Gebietszersplitterungen durch die verschiedenen Zollsysteme besonders benachteiligt war. Sein Finanzminister Friedrich von Motz begründete1828 mit Hessen-Darmstadt in einem ersten Schritt den Preussisch-Hessischen Zollverein. Ihm schlossen sich nach und nach die anderen deutschen Staaten – mit Ausnahme Österreichs – an. Es kam zum Deutschen Zollverein. Weil die Zollerträge nach der Bevölkerungszahl und nicht nach dem Außenhandelsvolumen auf die Bundesstaaten verteilt wurden, hatten auch die wirtschaftlich schwächeren Staaten einen Anreiz beizutreten. Als letzter Staat trat Hamburg im Jahr 1888 dem Deutschen Zollverein bei. Es wollte sich einen Freihafen sichern, was ihm schließlich auch gewährt wurde.

Der Deutsche Zollverein erwies sich als außerordentlich effiziente Organisation. Sie erleichterte den Handelsverkehr, förderte die Einheit von Maß, Gewicht und Währung und kam dabei ohne wesentliche Bürokratie aus. Der Zollverein trug wesentlich zur Einigung Deutschlands bei. Seine Existenz endete zum Ende des ersten Weltkriegs, als mit der Weimarer Reichsverfassung alle Zollangelegenheiten, die bis dahin Ländersache waren, beim Reich vereinigt wurden.



Prof. Dr. Charles B. Blankart






1640 Kurfürst Friedrich Wilhelm






1688 Friedrich III. / I.






1713 Friedrich Wilhelm I.






1740 Friedrich II.






1786 Friedrich Wilhelm II.






1797 Friedrich Wilhelm III.






1840 Friedrich Wilhelm IV.






1861 Wilhelm I.






1888 Friedrich III.






1888 Wilhelm II.






Kronprinz Wilhelm






Galerie der Könige






Galerie der Schlösser






Preussenkalender






Preussenlexikon






Preussische Orte






















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