Dĕjiny Nyského knižectvi


Altvaterland – „Die Entstehung des Altvaterberges“



Pobieranie 0.69 Mb.
Strona20/22
Data07.05.2016
Rozmiar0.69 Mb.
1   ...   14   15   16   17   18   19   20   21   22

Altvaterland – „Die Entstehung des Altvaterberges“


Auf dem Altvaterberg (1492 m) steht der 32 m hohe Aussichtsturm, der dorthin in den Jahren 1904 – 1912 erbaut wurde. Im Jahre 1959 wurde sie von einem Blitzschlag vernichtet. Heute wurde dieser Berg ein Ziel vieler Touristen.

An die Entstehung des Altvaterberges knüpft die folgende Sage an. Einst hütete ein Schäfer, namens Konrad spätabends seine Herde auf einer schönen Wiese. Plötzlich hörte er eine Stimme, die seinen Namen rief. Voll Schrecken blickte er um sich und sah, dass die Erde aufgetan wurde. Gleich tauchte eine weiße, den langen Bart tragende Gestalt auf. „Gib mir dein bestes Schaf“, sagte die Gestalt, „du wirst es nicht bedauern und wirst erfahren, wer ich bin.“ Konrad zögerte zwar anfangs, doch dann gab er ihr sein bestes Schaf. Da stellte sich der Greis vor: „Ich bin der bekannte Altvater dieser Gegend, der oberste der Berggeister. Da du mir dein bestes Schaf gegeben hast, lade ich dich zu meinem Schloss ein. Ich zeige dir meine Schätze, und du kannst dir daraus etwas nehmen.“ Aus Furcht wagte der Schäfer anfangs kaum mitzugehen; doch dann gab ihm seine Begierde nach Reichtum bald Mut. Als sie an die Tür des Zauberschlosses gekommen waren, tat sie sich auf, und Konrad sah goldene und andere kostbare Sachen. „Dieses Goldstück kannst nehmen, aber nicht mehr, sonst ist dein Unglück.“ Nach diesen Worten verschwand der Altvater. Aber der Schäfer zeigte sich unersättlich und nahm nicht nur das bezeichnete Goldstück, sondern auch noch einen goldenen Leuchter. Auf die Ergebnisse seiner Tat musste er nicht lang warten. Als er hinaufgehen wollte, fand er keinen Ausgang mehr. Der Geist erschien wieder und schwang zornig seinen Zauberstab. Donner und Blitz folgten; die erschütterte Erde tat sich auf und verschlang den habgierigen Schäfer. Seitdem steht da, wo die schöne Wiese lag, ein hoher Berg, der Altvater genannt wird.

Zum Schluss ein paar Worte über den Schatz, der sich hier bis heute befindet, und zwar über die Kräuter, die eine eigenartige Kraft besitzen. Vielleicht deshalb werden sie als Zutat des aromatischen und süßen Likörs nutzen. Ohne Zweifel gehört dieser Likör zu den wertvollsten Schätzen dieses Berges.

Opr. Kazimierz Staszków, tłumaczenie Izabela Kicak

Westlich vom Alten Rejviz erhöhen sich die schönen Gipfel Červenou Horu (der Rote Berg) mit den spannend geformten Felsen. Ein dieser Felsen heißt Vozka (Fuhrmann). In der Nähe befindet sich auch ein wunderbares Heidebrünnlein. An ihre eigenartigen Namen knüpfen die interessanten Sagen an.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak


Fuhrmann
Eine Sage erklärt die Entstehung des Felsen „Fuhrmann“ so. In alten Zeiten herrschte über die ganze Gegend eine durch die Dürre hervorgerufene, schreckliche Armut. Die Menschen hatten nichts zu essen. Die guten Bewohner der benachbarten Dörfer machten alles mögliche, um ihren Hunger zu mildern. Ein Fuhrmann lud Brot auf seinem Wagen und machte sich auf den Weg. Nach einiger Zeit, als er den Roten Berg erreichte, geriet er in den Sumpf. Die Pferde machten, was sie nur konnten, aber alles vergebens. Es kam die Nacht und das Dorf war noch ganz weit. Der Fuhrmann schimpfte, flehte, rief alle Heiligen... Endlich rief er den Teufel. Kaum sprach er seinen Namen aus, stand hilfsbereiter Luzifer neben ihm, der dem Fuhrmann einen Teufelsratschlag gab. Er sollte unter jedes der Räder ein Brot schieben. Die Strafe für diesen Frevel erfolgte auf der Stelle. Es blitzte, dann wurde ganz dunkel. Da hörte der Fuhrmann eine bedrohende Stimme des obersten Berggeistes, Altvater: „Du hast eine Sünde begangen. Zur Strafe wirst du und dein Wagen in einen Felsen verwandeln und hier bis zum Weltende bleiben.“ So geschah es.

Und tatsächlich, wenn wir heute den Gipfel ansehen, bemerken wir, dass ein der sich auf dem Gipfel befindender Felsen des Fuhrmanns und des Wagens ähnelt. Dieser Ähnlichkeit wegen nannten die Bewohner diesen Felsen „Fuhrmann“.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak
Der Rote Berg
Vor langer Zeit kamen nach Jesenicker Tal Mönchen, die hier den Heiden das Evangelium predigten. Der Aufenthalt im dortigen Urwald war ziemlich gefährlich. Ein der Mönchen verlor sich auf dem Roten Berg und musste dort übernachten. Kaum machte er Augen zu, hörte er das Brüllen und das Heulen. Das waren die hungrigen, wilden Tiere, die eine frische Nahrung gespürt hatten. Ganz langsam begannen sie auf den Mönch anzukommen. Der Klosterbruder zeichnete einen Kreis mit den vier großen Kreuzen um sich herum. Er glaubte daran, dass Gott ihn in Schutz nehmen wird. Die Raubtiere gingen im Kreis so nah, dass er ihre öffneten Mäuler sah, kein von ihnen hatte aber den Mut, ihn zu attackieren und zu fressen. Der Mönch war so entsetzt, dass auf seiner Stirn der blutige Schweiß erschien. Bald wurde der ganze Kreis blutrot. Bei Tagesanbruch verließen die wilden Tiere die Gegend und der erschöpfte Bruder war gerettet. Der Mönch dankte Gott noch sehr, sehr lang, und überall, wo er erschien, erzählte er diese außergewöhnliche Geschichte. Seit dieser Zeit begann man, diesen Berg als „Roter Berg“ bezeichnen.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak


Das Heidenbrünnlein
Es lebte einst in Rejhotice (Mähren) ein Jäger, der täglich auf die Jagd ging. Eines sonnigen Tages schoss er in der Nahe von einer Quelle auf einen schönen Hirsch. Der Jäger näherte sich der Quelle, um das Tier auszuweiden. Als das Wasser den Körper des Hirsches gegossen hatte, schloss sich seine Wunde. Der erstaunte Jäger wusste nicht, was es eigentlich geschah.

Erst nach einiger Jahren verstand er dieses Wunder. Er arbeitete in Brandýs (Tschechien). Eines Tages wurde er krank und weil die Krankheit übertragbar war, litt daran bald seine ganze Familie. Der Unglückliche betete sich jeden Tag, aber vergebens. Erst der Traum erinnerte ihm an die wunderbare Heilung des Tieres. Er entschloss sich, sich zu jener Quelle zu begeben. Hoffnungsvoll gingen sie durch den Wald und die Berge. Endlich erreichten sie das Ziel. Sie enttäuschten sich nicht. Das Wasser verursachte, dass sie wieder gesund wurden.

Der Jäger befestigte hier einen Bildstock. Die Nachricht über die wunderbare Kraft der Quelle verbreitete sich sehr schnell. Bald kamen hier die Kranken nicht nur aus dem ganzen Kreis, sondern auch aus dem ganzen Land. Nach einiger Zeit wurde hier eine Kapelle errichtet. Später, d. h. im Jahre 1927 wurde das Holzkirchlein gebaut (zerstört im Jahre 1946).

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak



Zlaté Hory (Zuckmantel)
Woher die Stadt zu ihrem Namen – Zuckmantel – kam
In alten Zeiten, als die Giganten über die Gegend nicht mehr herrschten, war die Stadt Edelstadt (der frühere Name der Stadt) zu einem reichen Ort geworden. Die sich hier befindenden Bergwerke verursachten, dass die Bürger reich und glücklich waren. Die Stadt hatte auch einen guten Herrn, der sich um sie sorgte und schützte.

Es schien zu sein, dass Edelstadt ewig wird. Aber das Glück kann nicht ewig dauern. Die Stadt und die ganze Gegend wurden durch die Pest heimgesucht. Die Menschen starben zu Hunderten. Nicht nur die Stadt wurde menschenleer, sondern die ganze Gegend. Es gab auch weder Raubtiere noch Vögel. Kein Wunder, dass niemand an diese Stadt erinnerte. Die Menschen assoziierten sie nicht mehr mit der wunderschönen Kirche, die früher von den Pilgern aus Opava, Olmütz, Polen und Deutschland besichtigt wurde, sondern mit dem Tod und der Vernichtung.

Entweder schlechter Nachrichten wegen oder zufällig kam hier ein Reisender. Es war die Nacht, überall herrschte die Finsternis. Vielleicht deshalb bemerkte er nicht, dass die Stadt ganz menschenleer ist. Er fühlte aber eine seltsame Angst. Endlich sah er ein Licht. Das war die Kirche. Er freute sich darüber, dass er endlich einen Menschen traf. Er ging hinein, und tatsächlich... In der Kirche saßen die Gestalten, die beteten. Sie hatten die langen, schwarzen Mäntel. Als er näher kam, bemerkte er, dass sie ganz bleich und steif sind. Erst jetzt entdeckte er, dass sie tot sind. Statt des Pfarrers stand auf dem Alter der Tod. Der Reisende war so entsetzt, dass er nicht wusste, was er tun sollte. Nach einer Weile begann er zu fliehen. In derselben Zeit holten die Gerippe ihn ein. Ein von ihnen fing seinen Mantel. Der Reisende lief, als ob er verrückt wäre, obwohl niemand ihn verfolgte. Endlich fand er einen ruhigen Platz im Wald und schlief ein.

Am Morgen, als er schon wach war, dachte er, dass dieses ganze Abenteuer nur ein Traum war, und wollte weiter wandern. Er versuchte seinen Mantel zu suchen, konnte aber ihn nirgendwo finden. Erst jetzt wurde ihm klar, dass das kein Traum war. Er entschied sich, in die Stadt zu gehen, um sich davon zu überzeugen, dass das, was er erlebte, wirklich passierte. Als er vor der Kirche stand, sah er seinen Mantel, der aus tausend Stückchen bestand... Der Reisende verließ die Stadt sofort. Seit dieser Zeit nannte man die Stadt Zuckmantel.

An den Namen der Stadt knüpft noch eine Sage an.

In alten Zeiten suchte die Stadt die Pest heim. Die Stadt entwickelte sich ganz langsam. Die Menschen begannen sich hier anzusiedeln und das Gold zu gewinnen.

Einmal wollte der schlesische Woiwode Jaroslaw seine Güter überprüfen. Als er in der Nähe von Heřmanovicke sedlo war, griffen ihn die Raubritter an, und stahlen ihm nicht nur das Geld und die Kutsche, sondern auch seinen Mantel.

Der Mantel war sehr wertvoll und mit dem Gold und dem Silber geschmückt. Niemand auf dem schlesischen Gebiet hatte einen solchen Mantel. Als der Woiwode seine Geschichte auf dem Hof erzählte, lachten alle. Seit dieser Zeit nannte man diese Gegend „Zuckmantel“.

Eine andere Quelle behauptet, dass diese Geschichte nicht wahr ist, und der Name stammt aus diesen Ereignissen.

Die ersten neuen Ansiedler nach der Pest waren die Raubritter, die eine Gesellschaft gegründet hatten. Diese Gesellschaft beschäftigte sich damit, dass sie die Reisenden bestahl. Die Raubritter waren aber nicht grausam, sie töteten niemanden. Die Mäntel waren für sie von besonderer Bedeutung. Warum? Ein Raubritter, der den schönsten Mantel stahl, wurde zum Bürgermeister. Und weil jeder ein Bürgermeister sein wollte... So entstand der Name Zuckmantel.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak
Franz Karl Nentwig
In einem der sich in der Kirche befindenden Grabmäler ruht ein Bürgermeister von Zuckmantel, Nentwig von Eichenfeld.

Er war nicht nur der Bürgermeister dieser Stadt, sondern auch der berühmte Webermeister, Zolleinnehmer und Postmeister. Im Jahre 1710 wurde er für die Verdienste seiner Familie, seinen Charakter und die Vorteile in den Adelstand erhoben, und bekam den Titel „von Eichenfeld“. Auf seinem Wappen befinden sich die Symbole des Adlers im Krone, der Sparren und drei roter Rosen. Seine Herkunft half ihm am Ende des 17. Jahrhunderts Bürgermeister werden. Franz Karl Nentwig innehatte dieses Amt bis zum 9. Juni 1716, d. h. bis zu seinem Tode.

An diese Persönlichkeit knüpft eine Sage an.
Gefallsüchtiger Herr Franz
In der Zuckmanteler Kirche sind die Grabkammer, in denen in alten Zeiten die besonders verdienten Bürger beerdigt wurden. Ein reicher Mann, namens Franz, spendete für die Kirche eine hohe Summe. Er stellte aber einen Umstand, er sollte in einem offenen Sarg unter dem Altar begraben werden. Man ging auf seinen Wunsch ein. Als er starb, wurde er in der gewünschten Grabkammer bestatten. Sein Anzug war schick und luxuriös.

Nach langer Zeit, als man die Grabkammer wiederöffnete, um einen nächsten verdienten Bürger zu beerdigen, geschah es etwas ganz Außergewöhnliches... Herr Franz sah so aus, als ob er vor einem Moment zu Grabe tragen würde, nur sein Anzug war ziemlich stark vernichtet. Die Bürger erinnerten sich daran, dass Herr Franz an der schönen Kleidung immer Gefallen fand. Sie entschlossen sich, ihm einen neuen Anzug regelmäßig zu schenken. Jedes zehnten Jahr folgte das Verkleiden des Herrn Franz, das zu einer eigenartigen Zeremonie wurde. Dann kam der Krieg, erschienen die neuen Probleme, und die Bürger vergaßen Herrn Franz zu verkleiden.

Bald herrschte der Frieden wieder, der neue Bürgermeister wurde ausgewählt. Und was ist passiert? Während der ersten Nacht besuchte dem neuen Bürgermeister ein fremder Mann, der einen vernichteten Anzug trug. Ein Fremder sagte: „Ihr, Affen! Wie lange werde ich noch in Lumpen liegen?“ und sofort verschwand.

Am Morgen zeigte es sich, dass viele Ratsherren einen solchen Besuch erlebten. Niemand konnte diese Erscheinung erklären. Nur ein alter Ratsherr erinnerte sich daran, dass dieses Ereignis den verstorbenen Herrn Franz betreffen könnte, der den neuen Anzug fordert. Der neue Bürgermeister entschied sich, Herrn Franz eine neue Kleidung zu schenken. So begann man mit der alten Zeremonie und der Tradition, die fast bis heute dauerte. Jetzt ist aber der Eingang zur Krypta zumauert.

So endete die Geschichte des gefallsüchtigen Herrn Franz.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak


Die Anfänge des Bergbaus in Zuckmantel
Bei Přičnou horou (Querberg) befindet sich ein Felsen, der wie eine Ruine eines Schlosses aussieht. Es geht um das Schloss Edelstein. An diesen Felsen knüpfen die zahlreichen Geschichten an. Da ist eine von ihnen.

In alten Zeiten, als weder die Stadt noch das Schloss existierten, veranstaltete ein schlesischer, frommer Fürst in den nahe gelegenen Wäldern eine große Jagd. In seinem Gefolge war ein Knecht, der ihn hasste. Der Grausamkeit des Herrschers wegen verlor er nicht nur sein ganzes Vermögen, sondern auch seine Liebhaberin. Er hasste ihn so sehr, dass er ihn töten wollte. Als er von seinem Tod träumte, bemerkte er einen Reiter, den er früher nicht sah. Der Fremde flüsterte: „Ich weiß, was du machen willst!“ Der Knecht entsetzte sich. „Woher weißt du es?“ – fragte der Junge. „Keine Sorge! Du bist nicht der einzige, der ihn töten will. Ich würde dir sehr dankbar, wenn du ihn töten würdest. Ich helfe dir sogar.“ Als das Gefolge rastete, rief der Fremde den Knecht und befehlte ihm jetzt den Herrn zu töten. Der Knecht zögerte mit dem Schuss. Erst als der Fremde sagte, dass er seinen Plan dem Herrn verraten wird, schoss der junge Knecht. Bevor er das noch machte, hatte ihm der Fremde geflüstert: „Ich erfülle deine drei Wünsche.“ Jetzt wusste der Knecht, mit wem er zu tun hat, deshalb besann er sich anders... aber es war schon zu spät. Der Herr lag schon tot. „Was wünschst du dir?“ – fragte der Teufel. „Ich möchte Schloss, Unsterblichkeit, Gold und Silber haben“ – antwortete schnell der Knecht. Da kam ein Gewitter auf und sie standen vor einem Schloss. „Das ist dein Schloss. Es heißt Edelstein“ – sagte der Teufel. „Und Gold?“ – fragte der ungeduldige Knecht. „Alles ist hier, aber du musst es allein gewinnen. Ich gebe dir einen Metallstock. Du musst ihn immer bei sich haben. Immer, wenn er zittern wird, befiehl dort zu graben. Du darfst aber niemals den Gottes Namen rufen, sonst... wirst du tot“ – sagte der Teufel und verschwand.

Seit dieser Zeit wohnte der Knecht im Schloss wie ein großer Herr. Der Metallstock wirkte ganz gut. Bald errichtete er ein Bergwerk. Der Herr des Schlosses, der ehemalige Knecht freute sich, dass er seinem Land helfen kann und ihm den Reichtum gibt.

Der Gründer der Bergwerke lebte sehr lang, verlor er schon alle seinen Freunden und Kinder und wurde seines Lebens überdrüssig. Er wollte sterben. Da erinnerte er sich an die Warnung des Teufels. Der Herr vertrieb alle aus dem Schloss, ging nach seinem Zimmer, kniete nieder und begann zu beten. Mit den ersten Worten öffnete sich die Erde und verschlang das ganze Schloss. Auch die Bergwerke wurden nur zur Geschichte, weil niemand den verzauberten Stock hatte.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak

Ondřejovice
In dem Ondřejovicer Schloss starb am 10. 12. 1763 ein Mann, namens Lazarz Michal aus Wimmersberg. Er wählte den Freitod, er erhängte sich. Obwohl man die Selbstmörder nicht am Friedhof beerdigen darf, kaufte seine Tochter eine solche Beerdigung für ihn, was sich für sie und den Pfarrer schlecht endete.

Als der Vater lebte, war er ein grausamer Mensch. Er schlug seine Diener, zum Glück hatte er keine Flinte. Als er so starb, freuten sich die Bauer sehr. Nur die Tochter weinte, dass ihr Vater niemals die Ruhe finden wird. Das war die Wahrhaft. Weder Gott noch Luzifer wollten seine Seele. Dieser zweite nahm nur seinen Kopf und befehlte ihn im Höllenkessel zu braten. Vielleicht deshalb begann er im Ondřejovicer Schloss zu spuken. Ein paar Tage nach der Beerdigung erschien im Schloss eine kopflose Gestalt, die jammerte und schrie. Kaum erschien Sonnenschein, verschwand sie. Die Menschen bemerkten, dass der Geist vor dem Licht Angst hatte, und deshalb war in den Zimmern immer hell. Der Geist verließ das Schloss und begann in der Kirche zu spuken. Der Pfarrer war nicht zufrieden damit, dass etwas in seiner Kirche spukt. Er befehlte der Besitzerin der Kirche, den Geist zu vertreiben. Die Besitzerin dachte lang, was sie unternehmen soll. Sie entschied sich, eine Lampe herzustellen, die den Raum die ganze Zeit beleuchtete. Aber der Geist erschien wieder im Schloss, immer wieder hörte man das Jammern und die lauten Geschrei. Einmal geschah es etwas Seltsames. Die ganze Stadt hörte eine laute Stimme: „Wenn Morgen Herr des Schlosses als erster das Schloss verlassen wird, wird er tot.“ Weil Herr des Schlosses diese Worte hörte, befehlte er, dass der Ochse als erster das Schloss verlassen sollte. Und tatsächlich, das Tier wurde tot. Als der Versuch gelang dem Geist nicht, floh er und verborgte sich in einer Kammer. Die Tochter wollte diese Situation ausnutzen und befehlte, die Fenster und die Tür sofort zuzumauern. Der Geist jammerte nicht mehr. Vielleicht jammerte er weiter, aber die Mauer war so dick, dass niemand sein Jammern hören konnte. Es gibt auch eine andere wahrscheinliche Antwort. Die Leiche von Lazarz Michal aus Wimmersberg wurde unter dem sogenannten Selbstmörderstein bestattet.

Bis heute gibt es in der Nähe vom Grenzstein (Nr. ČR 154/3) einen Felsen mit dem Kreuz und dem Datum 1586. Das ist eben der Selbstmörderstein. Der Sage nach beerdigte man dort die Menschen, die den Freitod ausgewählt hatten. Dieser Stein befindet sich an der Grenze der drei Dörfer, und zwar Zlaté Hory, Ondřejovice und Podlesie in Polen.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak







1   ...   14   15   16   17   18   19   20   21   22


©absta.pl 2019
wyślij wiadomość

    Strona główna