Dĕjiny Nyského knižectvi



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Česka Ves

Die Teufelsteine


Hinter dem Ansichtsturm auf dem Berg Zlaty Chlum liegt eine Felsengruppe, die von den Hiesigen „Teufelsteine“ genannt wurde.

Die Leute sagen, dass sie wie ein Ritter aussieht. Östlich von den Teufelsteinen liegt die Stadt Jesenik, ein Stück weiter befindet sich die nächste Stadt Lipová.

An diesen Felsen knüpft eine Sage an.

In alten Zeiten, als die Teufel die Hölle verließen, um die menschlichen Seelen zum Reich des Höllenfürsten anzulocken, erschien auf der Erde ein Teufel, der kein Interesse daran hatte, die Menschen zu verlocken. Er machte nur die teuflischen Witze, indem er vor einem Wanderer Stein in ein Goldstück verwandelte, wenn ein Unglücksmensch es nehmen wollte, verwandelte er sich wieder in einen Stein. Der witzige Teufel versuchte auch die Kraft seiner Augen zu demonstrieren, indem er überall das Feuer und die Lava hervorrief. Nach diesem Frevel erfuhr der Direktor der höllischen Fachschule und ärgerte sich sehr.

Als Luzifer sah, was sein Schüler macht, wollte ihn schlagen. Der begann aber zu fliehen. Luzifer konnte ihn nicht einholen. Bis heute kann man die Spüren dieser Verfolgung sehen. Luzifer musste das Feuer selbst löschen. In der Eile vergaß er die ganze Lava zu löschen. An dieser Stelle befindet sich der heiße Felsen, besonders wenn es sehr sonnig ist.

Es gibt noch eine Sage, die mit den Teufelsteinen verbunden ist.

Alle Jahre am Freitag waren die Steine offen, und man konnte dort hineingehen und die unterschiedlichsten Kostbarkeiten mitnehmen.

Einmal ging eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm neben diese Steine, die gerade offen waren, sie ging also hinein. In freudiger Erregung setzte sie das Kind zur Erde, und begann die Kostbarkeiten zu sammeln. Dann eilte sie, ihr Kind ganz vergessend, dem Ausgang zu, der sich alsbald hinter ihr schloss. Nun erst fiel ihr das Kind ein, aber es war zu spät. Obwohl sie durch das Gold aller Not entbunden war, konnte sie, vom Kind getrennt, ihres Reichtums nicht froh werden.

Es ist schon so, dass der Reichtum und das Unglück immer ein Paar bilden.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak




Javornik
Von dem Hetman und dem Teufel

Die langen Kriege verursachten, dass unsere Gegend menschenleer geworden ist. Viele Bürger wurden vertrieben oder von den wilden Horden getötet. Auch das schöne Landgut vom Bauer Gideon Tymlinek wurde völlig zerstört. Alle Bewohner wurden ermordet, außer eines kleinen Sohns, der genau wie sein Vater hieß. Der Kleine wohnte bei den fremden Leuten, die ihn erzogen. Zwar wohnte er bei ihnen, aber musste von klein auf hart arbeiten, indem er die Schäfer und die Ziegen hütete. Kein Wunder, dass er von dem besseren Leben träumte.

Eines Tages stand vor ihm ein Waldhüter. Tymlinek stand auf und begrüßte den Fremden: „Grüß Gott!“ „Hau ab!“ – sagte der entsetze Förster und spuckte. Das war der Teufel, aber Tymlinek wusste es nicht. Der Hirt beschrieb dem Teufel sein ganzes Leben und seine Träume. „Du kannst Hetman des Schlosses für sieben Jahre werden“ – sagte der Teufel – „du musst mir nur deinen Körper und deine Seele verkaufen.“ Tymlinek stimmte zu und nahm einen Tropfen Blut zum Schreiben. Der Vertrag war fertig. „Am Morgen geh zu dem Schlossgärtner, die Arbeit wartet schon auf dich“ – sagte der Teufel und der Hirt schlief ein.

Am Morgen, als er schon wach war, begab sich nach diesem Schloss und so gehörte Tymlinek zu den Dienern des Breslauer Bischofs, der dieses Schloss besaß. Bald wurde Tymlinek zum Hetman des Schlosses. Seit dieser Zeit änderte er sich total. Alles, was er machte, machte mit der teuflischen Grausamkeit. Immer, wenn er sein Verhalten verbessern wollte, erinnerten ihm die Töne der Kirchenglocke „tym – link, tym – link“ an das Ende seines Lebens.

Die Zeit verging. Der Teufel begab sich nach Schloss, um wegzunehmen, was ihm gehörte. Als er schon im Schloss war, ging nach dem Zimmer des Hetmans, der sitzend Wein trank. „Also, Herr Hetman“ – sagte höhnisch der Teufel – „ich bin hier gegangen, um unsere Sachen auszugleichen. Jetzt bist du dran. Komm mit!“ Der Hetman wollte aber nicht. Er konnte nicht glauben, dass alles so endet. Er begann den Teufel zu schlagen, der sich aber stärkere zeigte. Der Teufel tötete den Hetman und nahm ihn zur Hölle. Die blutigen Flecken auf der Mauer lassen sich nicht rein machen und die Glocke, die „tym – link, tym – link“ läutet, erinnert an das sündhafte Leben des Hetmans.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak



Karlová studanka
Die Entstehung der Quelle
An der Stelle, wo heute ein schöner Kurort Karlová studanka liegt, stand in alten Zeiten nur eine kleine, scheußliche Kapelle Hl. Hubertus (Schutzvater der Jäger). Sie wurde von einem frommen Eremiten errichtet, der einen sonderbaren Traum hatte. Er träumte nämlich von dem Hl. Hubertus, der ihm versprochen hatte, dass er einen seiner Wünsche erfüllt. Der Eremit erinnerte sich an seine kranken Nachbarn und bat um eine Heilquelle.

Am Morgen fand der Klausner eine Quelle. Man musste nur versuchen, ob ihr Wasser die Heilkräfte besitzt. Zunächst kam ein kranker Holzfäller und... das Wasser heilte ihn. Es gelang auch, den Bürgermeister aus Wrbno zu heilen, der für das neue Leben so dankbar war, dass er hier einen Kurort errichtete. Bald kamen die Menschen aus der ganzen Gegend. Es heißt, dass diesen Ort auch der polnische König, Zygmunt Waza besuchte. Die Menschen heilten hier nicht nur ihre kranken Körper, sondern auch ihre heidnischen Seelen, indem sie sich taufen ließen. Der Kurort entwickelte sich schnell. Diese ganze Situation gefiel dem Teufel nicht. Er entschied, den Kurort und die Quelle zu vernichten. Zunächst wollte er die Quelle unter Wasser setzen, aber das Wasser verweigerte. Dann versuchte er einen großen Felsenblock zu werfen, um die Kapelle dem Erdboden gleichzumachen. Alles vergebens. Der fromme Gesang verursachte, dass er der Kapelle nicht nähern konnte. Endlich warf er den Felsen, der aber das Ziel verfehlte.

Der Felsen befindet sich neben der Kapelle, nördlich vom Kurort, bis heute.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak




Žulova

Vom Schatz in Kaltenstein


Auf dem kleinen Hügel in Kaltenstein, bei Žulova, befindet sich ein altes, heute schon sehr vernichtetes Schloss. Es hieß, dass in diesem Schloss ein großer, von einer verzauberten Prinzessin bewachter Schatz verborgt wurde.

Eines Tages entschlossen sich zwei junge Menschen aus Kaltenstein, den Schatz zu finden. Sie nahmen ein Kraut mit, das ihnen vor dem Böses schützen sollte. Als sie schon vor dem Schloss waren, öffneten sie mit der Hilfe dieses Krautes die Tür und standen in einem großen Raum, in dem sie einen Bottich mit dem Goldsahen. Auf dem Bottich saß ein scheußlicher Pudel, der sie nicht aus den Augen verlor. Als die jungen Menschen näher kamen, verwandelte er sich in eine sehr zornig zischende Schlange. Die jungen Menschen wurden so erschrocken, dass sie sofort flohen.

Die nächste Sage erzählt, dass sich das Tor des Schlosses am Karfreitag öffnet. Man muss nur klopfen und „öffne, schöne Szpreda“ - rufen. Dann kann man die unterschiedlichsten Kostbarkeiten mitnehmen, die sich im langen und dunklen Gang befinden. Nach einiger Zeit hört man das dreimalige Rufen: „Raf! Raf! Raf!“ Wer das Schloss in diesem Moment nicht verlässt, bleibt hier für Ewigkeit.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak




Mikulovice (Niklasdorf)
Von der Niklasdorfer Glocke
In alten Zeiten stand in Niklasdorf ein schönes Schloss, das der alten, kinderlosen Witwe gehörte. Weil sie sehr einsam war, hatte sie ein kleines Hündchen ins Herz geschlossen. Sie verwöhnte ihn, als ob er ihr einziger Sohn wäre.

Eines Tages schließt der alte Hund die Augen für immer. Der Tod des beliebten Tiers bedrückte die alte Witwe sehr. Sie entschloss sich, eine Kirchenglocke zu stiften, derer Töne ihr an den Hund erinnern sollten.

Der örtliche Pfarrer ging aber auf diesen freventlichen Wunsch nicht ein. Die Witwe war sehr geduldig. Immer wieder bat sie den Pfarrer um eine Glocke. Endlich stimmte er zu. Die Einweihung einer neuen Glocke kam selbstverständlich nicht in Frage. In dieser Sache blieb der Geistliche steinhart.

Als sie zu läuten versuchten, riss das Seil, und die Glocke befand sich in einem Flüsschen und verschwand.

Erst nach langer Zeit fand ein Hirt etwas Metallisches im Fluss. Es zeigte sich, dass das die sündige Glocke war. Die Glocke wurde nach Ziegenhals transportiert und dann umgeschmolzen. Bis heute laden ihre Töne die Bewohner zur Messe ein.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak


Lipová
Der Jungfernsprung
Im Kurort Lipová befindet sich ein sehr steiler Felsen. Die Menschen nannten ihn „Jungfernsprung“. Warum? Da ist die Antwort.

Eines Tages begab sich ein schönes, schlankes Mädchen in den Wald, um das Gras zu sammeln. Es wurde von einem jungen Jäger verfolgt, der ihr den Hof machte. Das Mädchen liebte aber einen anderen und reagierte auf den Flirt nicht. Als es bemerkte, dass der Junge es im Auge behielt, begann es zu fliehen. Alles vergebens. Die junge Frau erreichte schon diesen Felsen, aber der Jäger war dicht hinter ihr. Das verzweifelte Mädchen sprang in die Tiefe. Der Verfolger machte dasselbe. Nur das Wunder verursachte, dass das Mädchen das Leben nicht verlor; im Gegenteil zum Jäger, der wegen der sündhaften Gedanken starb.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak
Die Felsen des Riesen
Bei Horni Lipová erhöht sich ein Felsen, der so aussieht, als ob er halbiert würde. Die Sage berichtet, dass er von einem hier wohnenden Riesen, Amik, geworfen wurde. Um diese Geschichte gut nachzuerzählen, muss man noch einen in der Nähe lebenden Riesen erwähnen. Dieser Riese behauptete, dass er stärker als Amik ist. Um alles klar zu machen, entschlossen sie sich, einen Wettbewerb zu veranstalten. Wer von ihnen einen Felsblock weiter wirft, wird zum Sieger.

Amik nahm also einen schweren Felsblock und warf. Der Felsen fiel im Platz, wo er heute steht. Dann warf der Gegner, der sich viel stärker zeigte. Der aufgeregte Amik nahm sein Schwert und halbierte seinen Felsen.

Noch heute können wir das Werk des besiegten Riesen sehen.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak


Domášov
Hostie auf dem Kreuz in Dolni Domášov
In der Kirche in Domášov befindet sich ein Kreuz aus dem Birnenholz, das mit der Skulptur der Hostie geschmückt wurde. An dieses Kreuz knüpft die folgende Sage an.

Vor langer Zeit kam nach dem Heimatdorf ein Soldat zurück. Die örtlichen Witzbolde erzählten ihm, dass er die geweihte Hostie bei sich tragen soll, wenn er reich sein will. So machte der arme Soldat. Der Reichtum kam aber nicht. Der ungeduldige Soldat regte sich auf und als die Nacht kam, steckte sie schimpfend an den Birnbaum an. Da erschien das Feuer, es wurde ganz hell. Der Soldat zitterte am ganzen Körper. Er war entsetzt. Der Soldat nahm die Hostie und versuchte sie zu essen. Das war aber nicht leicht, weil sie hart wie Baumrinde wurde.

Als er nach Hause zurückkam, ging er zum Pfarrer, um sich zu beichten. Der Geistliche sagte ihm, dass seine Hand, in der er die Hostie hielt, sollte abgeschnitten werden. Alles vergebens. Der Soldat gab den Geist auf. Eben aus diesem Birnbaum kommt das Kreuz her, das sich in der Kirche in Domášov befindet. Vielleicht erst dann fand er die Ruhe.

Opr. Sotiris Joanidis, tłumaczenie. Izabela Kicak



Literatura i materiały źródłowe:

  1. Sagen aus dem Neisser Land - Frane-Christian Jarczyk Selbstverlag Neisser Kultur – und Heimatbundes e. V. Hildesheim 1998

  2. Neisser Heimatblatt – wszystkie roczniki

  3. Dzieje kościoła na Śląsku – ks. Kazimierz Dola Wydz. Teologii Uniwersytetu Opolskiego Opole 1996

  4. Legendy i podania znad Ścinawy Niemodlińskiej – Paweł Lelonek Niemodlińskie Towarzystwo Regionalne Niemodlin 2000

  5. Kwerenda po archiwach i bibliotekach Berlina i Monachium

  6. Korespondencja i rozmowy z przedwojennymi mieszkańcami naszego regionu






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